Bambus-Becher als Alternative

27. Februar 2018 – Badisches Tagblatt

Bruno Ketterer (im Auto) bei der Präsentation der neuen Bambus-Becher (mit im Bild von links: Jörg Peter, Verkaufsleiter Jürgen Kammerer, Christian Oetker-Kast und Martin Bürkle). Foto: König
Geschäftsführer Bruno Ketterer startet eine Umwelt-Aktion gegen zu viel Müll
Bühl (kkö). „Verantwortung leben!“ Dieses Motto, bezogen auf „Mensch, Natur und Umwelt“, ist für „Peters gute Backstube“ laut Bruno Ketterer zur Leidenschaft geworden. Einen „Baustein“, der im Zeichen dieses Mottos steht, präsentierte der geschäftsführende Gesellschafter in einem Pressegespräch: Einen Bambus-Mehrwegbecher als Alternative zum Einwegbecher. Zum offiziellen Startschuss des Projekts erschienen auch Jörg Peter, Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebs des Landkreises Rastatt, Martin Bürkle als zuständiger Fachbereichsleiter der Stadt Bühl sowie Christian Oetker-Kast von der Gernsbacher Firma „Casimir Kast“, wichtiger regionaler Kooperationspartner der Backstube.
Der Trend zum Einwegbecher, so Ketterer, habe Negativfolgen für die Umwelt: „Neben dem Ressourcenverbrauch verschmutzen sie Straßen, öffentliche Plätze und Natur.“ Für den deutschen Jahresverbrauch – fast drei Milliarden „To-Go Becher“ – „werden um die 43 000 Bäume gefällt und 1,5 Milliarden Liter Wasser verbraucht“. Bei Peters gingen pro Jahr rund 460 000 solcher Becher über die Theke. „Als umweltbewusstes Unternehmen sehen wir uns daher in der Pflicht, im Kampf gegen die Vermüllung unseren Beitrag zu leisten.“ Mit der Einführung der Bambusbecher wolle man „Unterwegs-Kaffeetrinker“ motivieren, vom Einwegbecher abzurücken. Deshalb werde fortan beim Befüllen mitgebrachter Becher („auch wenn es die eigene Porzellantasse ist“) ein Rabatt von 20 Cent gewährt. Die drei limitierten Modelle der Peters-Kollektion, so Ketterer weiter, seien optisch ansprechend und funktional, da „leicht, stoß- und spülmaschinenfest und passend für die meisten Getränkehalter im Auto“. Das Angebot fügt sich ihm zufolge in eine Reihe von Maßnahmen, exemplarisch für Peters’ Unternehmensphilosophie: Umweltfreundliches Fahren – „unsere Fahrzeuge fahren überwiegend mit Gas, seit 2017 haben wir einen Lieferwagen mit Elektroantrieb“ –, umweltfreundliche Verpackungen oder auch der Bezug von Ökostrom. „Seit 2015 sind wir für unser Energiemanagement zertifiziert.“ Schon der Einkauf in regionalen Fachgeschäften helfe, Abfall zu vermeiden. Jörg Peter sagte die Unterstützung der Bemühungen von Peters guter Backstube seitens des Landkreises zu: Wichtig sei, ein Bewusstsein für die Verantwortung zu schaffen, die der Verbraucher habe. Auch das Landratsamt (und konkret der Abfallwirtschaftsbetrieb) trage mit einigen Aktionen zur „Sensibilisierung der Bevölkerung“ bei. „Industrie und Handel sind gefordert, die Weichen richtig zu stellen.“
Peters, befand Martin Bürkle, steige hier in ein Projekt ein, das „beispielgebend“ sei. „Ich hoffe, dass es viele Nachahmer gibt.“ Er verwies auf das Engagement der Stadt im Bereich Umweltschutz: „Es hat uns daher sehr gefreut, dass ein Bühler Ur-Unternehmen eine Initiative startet, die den Verpackungsmüll auch in der Innenstadt reduzieren dürfte.“ Christian Oetker-Kast von Peters „Kartonagenlieferanten“, dem Familienbetrieb Casimir Kast, lieferte Details zur Verpackung der Becher: Es handele sich um Ökokarton mit 40 Prozent Graseinlage. Wie auch Bambus sei Gras im Gegensatz zu Holz ein schnell nachwachsender Rohstoff, das Produkt also wie der Becher umweltfreundlich. Die Botschaft der Aktion spiegelt sich übrigens auch in Sprüchen: „Rettet den Planeten“, heißt es auf den Bechern etwa.