Der Weg vom Korn zum Brot

3. April 2018 – Badisches Tagblatt

projektfeld

 

Mit ihrem Projekt „Wir ernten, was wir säen“ gibt Peters gute Backstube Kindern alljährlich Gelegenheit, den Weg vom Korn zum Brot nachzuvollziehen. Gut 50 Grundschüler aus der Region schlüpften an einem frischen Märzmorgen in die Rolle der „Bauern“. Sie säten nach alter Väter Sitte, verteilten Getreidesamen per Hand auf die feine Ackerkrume. Sein Kinderprojekt bietet das familiengeführte Bäckerei-Unternehmen schon im siebten Jahr an. In diesem Jahr waren beteiligt: zwei dritte Klassen der Grundschule Weitenung und die kooperierende Außenklasse der Mooslandschule, dazu Drittklässler der Rheintalschule Bühl und der Grundschule Varnhalt.

 

Das Kinder-Projektfeld grenzt in Vimbuch direkt an die Backstube an. Mit Pflug und Egge hatte es Matthias Markolf aus Balzhofen vorbereitet. Das Drumherum präsentierte sich als einladendes Klassenzimmer unter freiem Himmel, denn das Peters-Team um Elke Meier und Birgit Rösch hatte es mit Bänken ausgestattet, einschließlich Sitzdecken. Verkaufsleiter Jürgen Kammerer, Gebietsleiterin Brigitte Braun und Bruno Ketterer, geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens, komplettierten das Begrüßungskomitee für die Teilnehmer. Ketterer erläuterte den Drittklässlern: „Ihr werdet jetzt kein Turbo-Getreide säen, sondern Bioland-Qualitäten.“ Er stellte den Kindern zwei alte, wiederentdeckte, robuste, als besonders gesund geltende Getreidesorten vor: den Emmer und den (noch) seltenen Rotweizen. Diese kämen ganz aus der Nähe, würden von Andreas und Inge Wahl auf ihrem Rottfeldhof in Scherzheim angebaut.

 

Alle Schritte „Vom Korn zum Brot“ sollen die Kinder in den kommenden Monaten kennenlernen. Zwei Mitglieder der Geschichtswerkstatt Fautenbach zeigten, wie Getreide in früheren Zeiten gesät wurde: Heinrich Glaser hängte sich einen Jutesack und Leopold Lorenz eine spezielle Blechwanne mit Nackenriemen um, beide gefüllt mit Saatgut. Dieses streuten sie mit weit ausholenden Bewegungen aus. Die Drittklässler sahen, staunten und begriffen schnell. In Gruppen zogen sie übers Feld, säten aus kindgerechten Körbchen Rotweizen und Emmer. Nach getaner Arbeit stellte jede Klasse an „ihrem“ Feld eine Tafel mit dem Klassennamen auf.