Klosterstollen im Heimatmuseum vorgestellt

14. November 2017 – WO

Nur Zutaten aus der badischen Heimat

Erlös des Klosterstollens geht teilweise an Bürgerverein

Ottersweier/Bühl (red). Stollen gehören zu Weihnachten wie Kirschwasser zum Schwarzwald. Peters gute Backstube hat nun beides vereint.

Doch der neue Schwarzwälder Klosterstollen hat wie seine beiden „Stollenbrüder“ noch eine Besonderheit: Er ist ein regionales Produkt. Kirschwasser aus Ottersweier, gebrannt von dem erfahrenen und preisgekrönten Schnapsbrenner, Karl Höß, krönen die neue Gebäckspezialität der Bühler Großbäckerei.

Vor vier Jahren entwickelte Bäckermeister Martin Ganter neben dem Butterstollen, den Burgunder-Klosterstollen mit Spätburgunder Rotwein der Baden-Badener Winzergenossenschaft, der sich zu einem äußerst beliebten Produkt entwickelt hat.

Jetzt wurde die Klosterstollenpalette erweitert. Für die Vorstellung der neuen Schwarzwälder Variante mit in Kirschwasser eingelegten Kirschen wählte das Unternehmen ganz bewusst das Ottersweierer Heimatmuseum „’s Eicher-Wilhelme Hus“.

Schließlich stammen sehr viele Zutaten, die die Bäckerei in ihren Produkten verarbeitet aus Ottersweier. So liefert der Hofladen Höß nicht nur Hochprozentiges zum Verfeinern, sondern auch Äpfel. Vom Aspichhof wird unter anderem Milch bezogen. Das Bio-Getreide wird in Lichtenau angepflanzt und das gemahlene Urdinkel für den urwüchsigen Schwarzwälder Stollen stammt aus dem Kraichgau.

Das Ambiente in der urig eingerichteten Heimatstube weckte mit den Stollen zudem schon mal die Vorfreude auf die gemütliche Weihnachtszeit, in der man sich süßes Gebäck gern im Kreis der Familie und mit Freunden schmecken lässt. „Wir begleiten Familien hier in der Region das ganze Jahr“, erinnerte Geschäftsführer Bruno Ketterer an Gelegenheiten wie gemütliches Frühstück, Grillen und Festtage.

Egal welches Produkt, stets wolle man über das Genusserlebnis auch das Heimatgefühl ansprechen oder auch hervorkitzeln. „Der Heimatgedanken beeinflusst unser Handeln“, betonte Ketterer, der deshalb auch den Hausherren Waldemar Friedmann vom „Historischen Bürgerverein Ottersweier“ sowie Bürgermeister Jürgen Pfetzer für ihr Engagement dankte. „Hier im Museum kann man sehen wie unsere Vorfahren früher die Produkte angebaut und geerntet haben.“

Auch in der Backstube gelte es, mit dem heutigen Wissen traditionelles Backwerk aufleben zu lassen. „Zeit und Können“ sind deshalb das beste Rezept für die Stollen, wies er darauf hin, dass die Klosterstollen allesamt im Kellergewölbe des Klosters Lichtenthal drei Wochen reifen und so ihren unverwechselbaren Geschmack erhalten. Wer einen Stollen in der Ottersweierer Filiale von Peters gute Backstube kauft, unterstützt damit gleichzeitig das Heimatmuseum der Lindengemeinde. Je ein Euro pro Stollen wird das Unternehmen an den Bürgerverein spenden, um die gute Partnerschaft mit Ottersweier zu unterstreichen.